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Ein Rätsel

In der Fastenzeit geht es ja nicht zuletzt darum, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun. Keineswegs sollte man sich quälen und kasteien, sondern sich darauf besinnen, was einem eigentlich gut tut und was nicht. Auf letzteres soll man dann verzichten. Eine zeitlang. Das ist gar nicht so schwer. So kann man doch getrost darauf verzichten, was einen dick macht. Die Personenwaage zum Beispiel. Ich zweifle ja schon länger an ihrer Objektivität und Überparteilichkeit. Jetzt hat sie einfach mal Pause und kann sich überlegen, was sie falsch gemacht hat. Aber vielleicht kann sie ja gar nichts dafür, sondern ist, wie wir alle, nur ein Opfer der Schlamperei auf den höchsten Ebenen. Wie sich nämlich herausgestellt hat, liegt der Fehler beim Ur-Kilogramm in Paris. Es ist seinerzeit von seinem Erfinder, Alfred Kilo, unter zwei Käseglocken gestellt worden und dient seitdem als Referenzgewicht für die Herstellung von Eichgewichten für alle Waagen dieser Welt. Seit einiger Zeit weiß man aber, dass da…
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So weit sind wir noch nicht

Ich esse ja mal wieder zu viel. Morgens, mittags, abends, nachts, zwischendurch - ständig bin ich am Essen. Manchmal kaufe ich dann am Anfang der Woche Gemüse; Tomaten, Paprika und sowas. Am Ende der darauffolgenden Woche muss ich es dann wegschmeißen. Gemüse wird ja so schnell ungenießbar. Ein Spaghetti-mit-Tomatensoße-Fertiggericht kann man dagegen fast unbegrenzt aufbewahren. Meistens esse ich aber Bratwurst. Das kann ich hier aber gar nicht schreiben. Ein Bekannter hat mir nach der zurückliegenden Wahl erzählt, dass er die Tierschutzpartei gewählt habe. Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, habe ich ihm erzählt, ich würde nur noch Gemüse essen. Am vergangenen Wochenende habe ich dessen ungeachtet sogar ein geräuchertes Hähnchen gegessen. Das wäre früher undenkbar gewesen. Da hätte ich mir höchstens vorstellen können, geräucherten Fisch zu verzehren.

Gestern ist mir dieser schöne alte Brauch wieder eingefallen. Fisch passt ja auch viel besser zur Fastenzeit als Hähnchen, wobe…

Ohne Groll und Bitterkeit

Es gibt alles im Abo. Manche Sachen gibt es nur noch im Abo. Die Zeitung sowieso. Radio und Fernsehen auch. Computersoftware genauso. Das Sockenabo wird 2019 20 Jahre alt. Mit dem Bierabo kriegt man jeden Monat neue spannende (!) Biere. Das Problem beim Abo ist allerdings, den Überblick zu behalten. Ich habe inzwischen so viele Probeabos am Laufen, dass ich die Kündigungsfristen garantiert verpassen werde. Dann werden die Abos nach und nach mein Konto leersaugen und das war’s dann. Für manche Abos muss ich monatlich zahlen, für andere jährlich. Ich sehe nicht mehr durch. Gerade habe ich ein Klamottenabo abgeschlossen, bei dem mir monatlich was zum Anziehen geschickt wird. Ich muss es nicht mehr aussuchen. Endlich. Wieder eine Sorge weniger. Leider werde ich mir nun aber auch einen Kleiderschrank kaufen müssen. Melissa, meine Stylistin hat mir schon geschrieben. Zuerst brauchte sie ein Foto von mir. Demnächst benötigt sie vielleicht ein Foto von meinem Kleiderschrank. Dann sehe ich al…

Gute Idee

Kultur hat irgendetwas mit „bauen“ zu tun. Leider ist das so. Gebaut wird einfach immer und überall. Wenn man in einer Kultur leben will, muss man sich damit abfinden. Die Bahn baut in Berlin und Brandenburg an einhundert Stellen gleichzeitig. Dass überhaupt noch etwas fährt, grenzt an ein Wunder. In Berlin werden demnächst alle Parkplätze zu Radwegen umgebaut. Das ist schlau, denn bald wird man nur noch mit dem Fahrrad durchkommen. Man darf die Bautätigkeit nicht ziel- oder ergebnisorientiert betrachten! Dann ist man nur frustriert. Bauen ist ein niemals endender Prozess. Durch das Bauen entfaltet sich die kulturelle Vielfalt einer Gesellschaft. Die Beschäftigten im Baugewerbe sind unsere wahren Kulturschaffenden. Es entstehen zum Beispiel neue Fähigkeiten und Fertigkeiten bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Wer wie früher nur eine Verbindung kennt, erst diesen Bus, dann jene Bahn, der wird scheitern. Man muss ungefähr die Richtungen kennen, bereit sein, jederzeit umzustei…

Reset

Das Meer kommt! Es steigt an. Mindestens 65 Zentimeter bis zum Ende des Jahrhunderts. Glücklicherweise habe ich alles Notwendige in die Wege geleitet um dieses Ende nicht mehr zu erleben. Trotzdem wird es kommen. Auch der Schuldige ist bereits ausgemacht: Es ist der Klimawandel. Oder auch die Erderwärmung. Wobei Letztere lieber in die Verantwortung genommen wird. Bei der Schuldfrage spricht man lieber vom Klima. Für manche mag das erleichternd sein. Es ist also nicht die SPD. Es ist nicht Martin Schulz. Diesmal auch nicht Thomas Middelhoff. Es ist der Klimawandel. Das ist genial. Denn weder lässt sich der Klimawandel zur Rechenschaft ziehen, noch kann die Erderwärmung für irgendetwas haftbar gemacht werden. Aber die beiden waren es gewesen! Diese beiden Erzschurken haben unsere Küsten auf dem Gewissen. Genauer betrachtet führt uns diese Analyse zum besorgniserregenden Zustand der öffentlichen Geistes- und Gemütsverfassung. Der Psychiater Hoimar von Dithfurth hat seinerzeit als erster…

Spielfigur

Man sagt ja, dass man eine Simulation an ihren Fehlern erkennen könnte. Also wenn sich die eigene Optik zum Beispiel plötzlich gegeneinander verschieben würde, sagen wir oben gegen unten, dann hätte man so einen Fehler in der Matrix. Das wäre dann ein eindeutiger Hinweis darauf, dass wir Teil einer Simulation sind. Solche Fehler nehme ich seit einiger Zeit sehr deutlich wahr. Es erscheint mir auch irgendwie logisch, Teil einer Simulation zu sein. Anders wären die Vorgänge um mich herum nur sehr schwer oder gleich gar nicht zu erklären. Nehmen wir nur mal die SPD-Martin-Schulz-Geschichte. Sie ist eigentlich nur von ihrem Ende aus zu verstehen, das ja aus unserer Perspektive noch gar nicht feststeht. Genauso verhält es sich aber auch mit der CDU-Angela-Merkel-Story. Das gehört alles zu einem Plot für die eigentliche Geschichte, die gerade erzählt wird. An dieser Stelle muss man nun fragen, warum ich offensichtlich der einzige bin, dem die Fehler in der Matrix auffallen. Die für mich am…

Themenwechsel

Ich bin gespannt. Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen, wo und wann meine Hauslatschen wieder auftauchen werden. Ich vermisse sie seit mehr als einer Woche. Die ganze Sache ist einigermaßen mysteriös, denn sie können sich in meiner in meiner Wohnung eigentlich nirgendwo verstecken. Suchen hat aber natürlich überhaupt keinen Zweck. Durch Suchen verschwinden Dinge nur noch gründlicher. Man muss sie ignorieren, nicht mehr an sie denken, so tun, als hätte man sie nie besessen. Dann springen sie einem auf einmal ins Gesicht. Es ist also auch schon grundfalsch, hier darüber zu schreiben. Am besten wechsle ich schnell das Thema. Das ist aber gerade leider ganz schlecht. Durch Thema-wechseln bin ich ja nur auf die Latschen gekommen. Das Thema lautete nämlich eigentlich: Steuererklärung. Keine große Sache, macht alles der Computer, ich muss mich nur mal hinsetzen. Höchstens zwanzig Minuten. Jetzt schien aber gerade die Sonne so schön. Also: Themenwechsel und raus in die Sonne.

Am Wochenende w…